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[100] Finanzmanagement für Praxisinhaber – Steuerstrategie, Vermögensaufbau und Altersvorsorge ohne Illusionen

Finanzmanagement für Praxisinhaber: Steuerstrategie, Vermögensaufbau und Altersvorsorge ohne Illusionen

Lesezeit ca. 6 Min.

Immer mehr Praxisinhaber müssen feststellen, dass sie deutlich weniger für Ihre Praxis bekommen, als sie sich ursprünglich einmal vorgestellt haben.

Wie wäre das für Sie?

Oder wenn Sie überhaupt niemanden finden, der sie kaufen will.

Kein Katastrophenszenario.
Keine politische Revolution.
Einfach nur ein veränderter Markt.

Wäre das für Sie nur ärgerlich – oder existenziell problematisch?

Das ist einer der Punkte, um die es heute geht.

Warum der Praxisverkauf keine sichere Altersvorsorge mehr ist

In den letzten beiden Folgen haben wir uns mit Liquidität und unternehmerischer Stabilität beschäftigt.

Heute sprechen wir über:

  • Steuerstrategie statt Steuerüberraschung
  • Vermögensaufbau parallel zur Praxis
  • und Altersvorsorge ohne Wunschdenken

Denn finanzielle Freiheit endet nicht bei der Liquidität.
Sie beginnt dort.

Steuerstrategie statt Steuerüberraschung: So behalten Sie die Kontrolle

Und damit direkt hinein in unser erstes Thema „Steuerstrategie statt Steuerüberraschung“.

Steuerstrategie bedeutet:

  • Gewinne bewusst steuern
  • Investitionen gezielt timen
  • Liquidität vorausschauend planen
  • steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten aktiv nutzen

Ihr Steuerberater erstellt im Normalfall nur Ihre Steuererklärung.
Aber Sie sind es, der unternehmerisch denken und lenken muss.

Deshalb fragen Sie sich regelmäßig:

  • Plane ich meine Investitionen strategisch?
  • Nutze ich Abschreibungen bewusst?
  • Sind meine Gesellschaftsstrukturen noch sinnvoll?
  • Habe ich meine persönliche Einkommenssituation sauber mit der Praxis abgestimmt?

Steuerstrategie heißt, Steuern zu kalkulieren.
Und kalkulierbare Steuern erzeugen Ruhe!

Um das aber machen zu können, benötigen Sie jederzeit aktuelle und vollständige Zahlen Ihrer momentanen wirtschaftlichen und steuerlichen Situation.

Diese jedoch haben Sie nur dann, wenn Sie Ihre Praxis mit einem guten Kennzahlenmanagement führen.

Sollte das noch nicht der Fall sein, rate ich Ihnen dringend, unseren Online-Workshop zum Kennzahlenmanagement zu buchen.
Danach haben Sie jederzeit den kompletten Überblick und können Ihre Praxis mit etwa einer Stunde Aufwand pro Monat sicher in eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft führen.

Die gefährliche Illusion: „Meine Praxis ist meine Altersvorsorge“

„Zukunft“ ist ein gutes Stichwort.

Denn wenn es um die etwas weiter entfernte Zukunft geht – also den Zeitpunkt, an dem Sie aus dem Arbeitsleben aussteigen und Ihre Praxis verkaufen wollen – wartet der nächste gefährliche Irrglaube auf Sie:

„Meine Praxis ist meine Altersvorsorge“

Diesen Satz höre ich häufig und er ist brandgefährlich.

Natürlich kann Ihre Praxis später einen Wert darstellen. Aber dieser Wert hängt von Faktoren ab, die Sie nicht kontrollieren:

  • regionale Versorgungsstruktur
  • politische Rahmenbedingungen
  • Nachfolgersituation
  • Marktveränderungen
  • Digitalisierung
  • Investitionsstau

Sich allein auf den späteren Praxisverkauf zu verlassen, ist keine Strategie.
Es ist Hoffnung.

Altersvorsorge für Ärzte: Rechnen statt hoffen

Was uns zur entscheidenden Frage führt:

Wie können Sie sich eine halbwegs sichere Altersvorsorge ohne Illusionen aufbauen?

Vielfach verlassen sich Ärzte neben dem Praxisverkauf auch auf:

  • das Versorgungswerk
  • private Renten- und Lebensversicherungen

Aber rechnen sie es wirklich jemals durch?

  • Wie hoch ist der tatsächliche Bedarf im Ruhestand?
  • Wie hoch sind die fixen Kosten?
  • Welche Inflation wird unterstellt?
  • Welche Steuerbelastung ist zu erwarten?

Altersvorsorge ist eine Rechenaufgabe – keine Hoffnung.

Und sie braucht:

  • Liquidität
  • Zeit
  • Disziplin
  • Know-how

Deshalb erarbeiten wir mit unseren Kunden intelligente Konzepte, die auch dann eine vernünftige Altersversorgung aus Ihrer Praxis sicherstellen, wenn Sie diese nicht verkaufen.

Ja, Sie haben richtig gehört.

Hier gibt es seit einiger Zeit komplett neue Möglichkeiten, mit denen sich leider nur die wenigsten Steuerberater wirklich auskennen.

Wenn Sie daran interessiert sind, mehr darüber zu erfahren, schreiben Sie mir einfach eine Mail oder rufen Sie mich kurz an.

Vermögensaufbau für Praxisinhaber: Warum Sie früh beginnen müssen

In jedem Fall dürfte klar sein, dass es zusätzlich notwendig ist, Vermögensaufbau parallel zur Praxis zu betreiben.

Vermögensaufbau beginnt jedoch nicht erst mit 50 oder wenn die Praxis „so richtig gut läuft“.

Vermögensaufbau beginnt mit Eintritt ins Berufsleben und muss kontinuierlich an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden.

Und natürlich braucht das Ganze Struktur und Diversifikation.

Leider ist es so, dass es die eine, allein glücklich machende Geldanlage nicht gibt.

Von daher gilt: Streuen Sie Ihr Geld klug.

Aber wie?

Hierbei würde ich immer jemanden zu Rate ziehen, der selbst nachweisbar über ein nennenswertes Vermögen verfügt.

Was auf keinen mir bekannten Anlageberater bei einer Bank – geschweige denn auf die Vielzahl von Versicherungsvertretern – zutrifft.

Außerdem sollte diese Person nicht vom Verkauf der jeweiligen Anlage leben, sondern nachweislich davon unabhängig sein.

Typischerweise sind dies sogenannte Honorarberater.
Nähere Informationen dazu finden Sie im Internet unter bundesverband-honorarberater.de.

Langer Rede, kurzer Sinn: Die drei entscheidenden Prinzipien

Soweit für heute.

Wenn Sie aus dieser kleinen Serie drei Dinge mitnehmen, dann:

  1. Liquidität entsteht monatlich.

  2. Steuerplanung ist Führungsaufgabe.

  3. Vermögensaufbau darf nie vom Praxiswert abhängen.

Finanzielle Freiheit entsteht nicht durch Glück.
Sie entsteht durch Struktur.

Wenn Sie Fragen zu einzelnen Punkten dieses Blogbeitrags haben oder Unterstützung bei der Umsetzung wünschen, melden Sie sich gerne bei uns. In einem unverbindlichen und selbstverständlich kostenlosen Erstgespräch besprechen wir gemeinsam, wie wir Sie am besten unterstützen können.

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