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[101] – Wissen Sie, was Ihre MFAs wirklich über Ihre Praxis denken?

Wissen Sie, was Ihre MFAs wirklich über Ihre Praxis denken?

Lesezeit ca. 6 Min.

Vor kurzem hatten wir einen Workshop mit 15 MFAs aus acht verschiedenen Praxen.

Und ganz ehrlich:
Das Erschreckendste war die Art und Weise, wie einige der Teilnehmerinnen über ihre Praxis gesprochen haben.

Da war Frust und Druck zu spüren.
Und teilweise eine Haltung, bei der Sie sofort merken: Da läuft intern etwas ganz gewaltig schief.

Ich habe mir danach die Frage gestellt: Was sagt das eigentlich über die Führung in diesen Praxen aus?

Und noch wichtiger: Was bedeutet das langfristig für den Praxisinhaber?

Wenn Sie interessiert, wie genau solche Situationen entstehen – und vor allem, wie Sie sie in Ihrer Praxis vermeiden, dann sollten Sie jetzt unbedingt weiterlesen.

Das unterschätzte Problem: Ihr echtes Arbeitgeber-Image

Viele Praxisinhaber unterschätzen ein Thema komplett:

Ihre Mitarbeiter sprechen über Sie. Und sie sprechen über Ihre Praxis.

Nicht nur intern. Sondern vor allem auch draußen.
Bei Freunden. Beim Sport. Und natürlich auch im Austausch mit Kolleginnen aus anderen Praxen.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:
Das, was dort erzählt wird, ist Ihr echtes Arbeitgeber-Image.

Nicht Ihre Website.
Nicht Ihre Stellenanzeige.
Sondern das, was Ihre Mitarbeiter über Sie und Ihre Praxis weitergeben.

Negative Mitarbeiterstimmung wirkt nach außen

Wenn Mitarbeiter mit Frust, Druck und innerer Kündigung durch den Alltag gehen, bleibt das nicht in der Praxis.

Das geht nach außen.

Und dann entstehen Sätze wie:

  • „Bei uns ist es nur stressig.“
  •  „Da interessiert sich keiner für Sie.“
  •  „Da wollen Sie nicht arbeiten.“

Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie suchen genau in diesem Moment eine neue Mitarbeiterin.

Was glauben Sie, wer sich dann noch bewirbt?

Nicht die Guten. Nicht die, die es sich aussuchen können.

Sondern genau die, die keine Alternative haben.

Hart gesagt: Sie bekommen den Bodensatz des Marktes.

Warum mehr Gehalt selten die Lösung ist

Die meisten Praxisinhaber denken in so einer Situation: „Ich muss einfach mehr bezahlen.“

Aber das ist fast nie das eigentliche Problem.

Der Frust entsteht durch:

  • fehlende Klarheit
  • fehlende Struktur
  • fehlende Wertschätzung
  • und vor allem: fehlende Führung

Wenn Mitarbeiter nicht wissen:

  • was genau von ihnen erwartet wird
  • wo ihre Verantwortung beginnt und endet
  • und ob ihre Arbeit gesehen wird

dann entsteht Druck.

Und Druck wird irgendwann zu Frust.
Und Frust wird zu negativer Außenwirkung.

Die 3 entscheidenden Hebel für bessere Mitarbeiter

Wenn Sie das vermeiden wollen, brauchen Sie drei Dinge:

1. Klare Strukturen schaffen

Jeder weiß:

  • was er tut
  • warum er es tut
  • und wie gut er es tut

2. Regelmäßige Kommunikation etablieren

Nicht nur, wenn etwas schiefläuft, sondern regelmäßig:

  • Feedback
  • Klarheit
  • Orientierung

3. Aktiv führen statt reagieren

Nicht reagieren, sondern führen.
Probleme früh erkennen,
Spannungen ansprechen,
Verantwortung übernehmen.

Führung bedeutet auch klare Entscheidungen

Verantwortung übernehmen bedeutet auch, sich von Mitarbeitern zu trennen,
wenn Sie merken, dass die Gräben größer werden statt kleiner.

Alles andere ist keine soziale Entscheidung –
sondern das Verschieben eines Problems auf Kosten des gesamten Teams.

Denn ein dauerhaft frustrierter Mitarbeiter bleibt nicht neutral.
Er beeinflusst das Team, die Stimmung – und am Ende auch Ihr Arbeitgeber-Image.

Und genau das wird später zum Problem, wenn Sie neue Mitarbeiter suchen.

Fazit: Gute Mitarbeiter beginnen bei Ihrer Führung

Was Sie daraus mitnehmen sollten, ist eigentlich ganz einfach:

  • Gute Mitarbeiter zu finden, beginnt nicht mit Recruiting.
  • Es beginnt mit Ihrer Führung.

Oder anders gesagt:
Sie bekommen nicht die Mitarbeiter, die Sie suchen – sondern die, die zu Ihrer Praxis passen.

Und wenn sich das im Moment schwer anfühlt,
dann liegt die Lösung nicht im Außen – sondern im Innen.

Bei Ihren Strukturen. Bei Ihrer Kommunikation.
Und bei Ihrer Bereitschaft, wirklich zu führen.

Denn am Ende entscheidet nicht der Fachkräftemangel, wie gut Ihr Team ist.
Sondern Sie.

Die Qualität Ihrer Mitarbeiter ist immer ein Spiegel Ihrer Führung.

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