Personalkosten in der Arztpraxis senken und Effizienz steigern: Warum teurere Mitarbeiter günstiger sein können
Lesezeit ca. 6 Min., 30.09.2026
Wenn Du diesen Blogbeitrag liest, muss ich Dir wahrscheinlich nicht mehr erklären, dass das GKV-Spargesetz Deine Praxis im kommenden Jahr einiges an Geld kosten wird.
Wenn’s dumm kommt sogar sehr viel Geld.
Die Zahlen kennst Du.
Die spannende Frage ist deshalb für mich inzwischen eine ganz andere:
Was machst Du mit dieser Information?
Nehmen wir an, Du hast bereits eine Vorstellung um welche Größenordnung es in Deinem Fall gehen könnte.
Wo, bitte schön, soll dieses Geld stattdessen herkommen?
Hast Du darauf bereits eine konkrete Antwort?
Oder hoffst Du insgeheim, dass sich das Problem irgendwie lösen wird?
Vielleicht durch mehr Patienten.
Vielleicht durch Kosteneinsparungen.
Oder vielleicht dadurch, dass es am Ende doch nicht ganz so schlimm kommt.
Genau an dieser Stelle zeigt sich unternehmerisches Denken.
Denn als Arzt kannst Du Dich völlig zu Recht darüber ärgern, dass bestimmte Leistungen künftig schlechter oder gar nicht mehr vergütet werden.
Als Unternehmer musst Du trotzdem eine Antwort darauf finden.
Wenn Dich interessiert, wie diese aussehen könnte, dann lies jetzt unbedingt weiter.
GKV-Spargesetz 2027: Wissen allein verändert noch keine Praxis
Keine Sorge, ich möchte heute nicht mit Dir über das GKV-Spargesetz diskutieren.
Ich möchte mit Dir über Deine Praxis sprechen.
Seit wann weißt Du eigentlich, was 2027 finanziell in etwa auf Dich zukommt?
Seit einigen Monaten?
Und was hast Du seitdem in Deiner Praxis verändert?
Welche Entscheidung hast Du getroffen?
Welche Einnahmequelle hast Du aufgebaut?
Welches wirtschaftliche Potenzial hast Du erschlossen?
Wenn Deine Antwort jetzt lautet: „Eigentlich noch nichts.“, dann hast Du möglicherweise kein Informationsproblem.
Dann hast Du ein Umsetzungsproblem.
Und genau darüber haben wir hier im Blog schon häufiger geschrieben:
Erfolg in der Praxis entsteht nicht durch Wissen. Sondern durch konsequentes Handeln.
Das GKV-Spargesetz ist dafür gerade ein ziemlich gutes Beispiel.
Denn selten weißt Du als Unternehmer so früh, dass sich eine wichtige wirtschaftliche Rahmenbedingung verändern wird.
Die Frage ist nur: Was machst Du mit diesem Vorsprung?
Drei Möglichkeiten bei sinkenden GKV-Einnahmen
Im Grunde hast Du drei Möglichkeiten:
- Du kannst versuchen, Deine Kosten zu senken.
- Du kannst noch mehr Patienten behandeln.
- Oder Du kannst überlegen, wie Du mit den vorhandenen Ressourcen Deiner Praxis zusätzliche Einnahmen erzielst.
Kosten zu überprüfen ist richtig. Aber irgendwann kannst Du nicht weiter sparen.
Und noch mehr Patienten zu behandeln, noch schneller zu arbeiten und einen ohnehin vollen Praxisalltag noch voller zu machen, kann doch nicht ernsthaft unsere Antwort auf sinkende GKV-Einnahmen sein.
Deshalb interessiert mich vor allem die dritte Möglichkeit:
Welche wirtschaftlichen Potenziale sind in Deiner Praxis heute bereits vorhanden, die Du noch nicht nutzt?
KV-Abhängigkeit der Arztpraxis verringern
Und damit kommen wir für mich zum eigentlichen Problem:
Das GKV-Spargesetz kannst Du nicht ändern.
Du kannst auch nicht bestimmen, wie sich die GKV-Vergütung in Zukunft entwickelt.
Aber Du kannst entscheiden, wie abhängig Deine Praxis davon bleibt.
Und einer der Hebel, mit denen Du diese Abhängigkeit zumindest reduzieren kannst, sind Selbstzahlerleistungen.
Selbstzahlerleistungen in der Praxis besser nutzen
Wobei ich inzwischen glaube, dass viele Praxisinhaber auch dabei die falsche Frage stellen. Sie fragen:
„Welche zusätzlichen Selbstzahlerleistungen könnten wir noch anbieten?“
Ich würde eine andere Frage stellen:
„Wie gut nutzen wir eigentlich die Selbstzahlerleistungen, die wir längst haben?“
Denn in den meisten Praxen, die wir kennenlernen, fehlt es nicht an medizinisch sinnvollen Selbstzahlerleistungen – Was fehlt, ist die Nachfrage.
Und genau deshalb lautet meine These:
Selbstzahlerleistungen brauchen kein größeres Angebot. Sie brauchen mehr Nachfrage.
Wie entsteht Nachfrage nach Selbstzahlerleistungen?
Und Nachfrage entsteht nicht allein dadurch, dass irgendwo auf Deiner Website eine Leistung steht.
Sie entsteht in nennenswertem Umfang auch nicht durch einen Flyer im Wartezimmer.
Und schon gar nicht dadurch, dass Du hoffst, im richtigen Moment daran zu denken, einen Patienten darauf anzusprechen.
Geeignete Patienten über medizinische Möglichkeiten informieren
Nachfrage entsteht, wenn geeignete Patienten systematisch erfahren, welche medizinischen Möglichkeiten es gibt und verstehen, welchen Nutzen diese für sie haben können.
Du sollst also nicht besser verkaufen. Du sollst Nachfrage erzeugen.
Jetzt auf wirtschaftliche Veränderungen vorbereiten
Wenn Du also heute bereits weißt, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Deiner Praxis 2027 verändern werden, dann nutze den Vorsprung, den Du gerade hast.
Warte nicht, bis Du die Auswirkungen irgendwann in Deinen Zahlen siehst.
Melde Dich jetzt kostenfrei für unser Webinar am 26. Oktober an. Den Link findest Du unter diesem Beitrag.
Und wenn Du nicht bis zum Webinar warten möchtest, sondern das Thema direkt in Deiner Praxis umsetzen willst:
Am 17. Oktober startet unser letztes achtwöchiges Intensivtraining zum Thema „Selbstzahlerleistungen“ in diesem Jahr mit einem Präsenzworkshop im Raum Frankfurt.
Dort entwickeln und implementieren wir das System gemeinsam mit Dir in Deiner Praxis.
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