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[85] Privatpatientengewinnung – Vom Zufall zur Strategie (Teil 2)

Privatpatientengewinnung - vom Zufall zur Strategie: Teil 2

Lesezeit ca. 5 Min.

Im Blogartikel 84 haben wir uns mit der Privatpatientengewinnung durch Empfehlung Deiner bestehenden Privatpatienten auseinandergesetzt.

Heute beschäftigen wir uns mit der Kaltakquise von Privatpatienten.

Diese ist deutlich anspruchsvoller, denn hier gibt es nicht nur die verschiedensten Ansatzpunkte in der Suche des potentiellen neuen Patienten, die es zu bedenken gilt, sondern hier geht es vor allem auch darum, alle Register zu ziehen, die Sichtbarkeit Deiner Praxis zu optimieren.

Wenn Dich interessiert, wie das funktioniert, dann solltest Du jetzt unbedingt weiterlesen.

Wonach suchen potentielle Privatpatienten bei Google?

Fangen wir mit dem einfacheren Teil an, der Frage nämlich, nach was ein potentieller, privater Neupatient bei Google suchen könnte und was wir tun können, um ihn in Deine Praxis zu führen:

Das höchste Suchvolumen bei Ärzten dreht sich um die Fachrichtung.
Die Sucheingaben werden meist ergänzt um den Ort oder den Zusatz „in der Nähe“.

So lautet dann die Sucheingabe bei Google z.B. „Kardiologe Krefeld“ oder „Augenarzt in der Nähe“.

Google Ads als Einstiegsstrategie

Die einfachste Art, diese Suchenden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Deiner Praxis zu führen, besteht darin, bei Google Ads genau auf diese Suchbegriffe ein moderates Werbebudget einzusetzen.

Damit kannst Du sicherstellen, dass Deine Praxis bei den Suchergebnissen gleich ganz oben angezeigt wird, was die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient bei Dir auf der Internetseite landet, deutlich erhöht.

Der Haken an Google Ads

Da nur 11% aller Bundesbürger privat versichert sind, werden 89% der Menschen, die diese Suche gestartet haben und Dank Deines Werbeeinsatzes auf Deiner Internetseite landen, gesetzlich versichert sein. Trotz allem führt dieser Weg dazu, dass zumindest ein Teil der Suchenden privat versichert ist und bei Dir landet.

Das lässt sich natürlich optimieren, indem Du stattdessen Dein Werbegeld auf die Begriffe „Kardiologe privat Krefeld“ oder „Augenarzt Privatpraxis in der Nähe“ setzt. Natürlich ist das Suchvolumen hier deutlich geringer, und bei weitem nicht jeder Privatpatient gibt bei seiner Suche auch den Zusatz „privat“ oder „Privatpraxis“ mit ein. Hier musst Du einfach mal experimentieren und die für Dich beste Lösung finden.

Patienten mit Beschwerden-Suchen abholen

Der andere Fragetyp, der von vielen Suchenden genutzt wird, dreht sich um deren Beschwerden. Also z.B. „Was hilft bei Schulterschmerzen?“ oder „Welche Verhütung ist am sichersten?“

Niemand kennt die Fragen, die Patienten bewegen, besser als Du, denn es sind genau die, die Deine Patienten Dir am häufigsten stellen, wenn sie zu Dir in die Praxis kommen. Um die Patienten zu erreichen, die Antworten auf konkrete Fragen suchen, ist es notwendig, auf Deiner Praxis-Website sogenannte Landingpages einzustellen, die mit aktuellem, hilfreichen Content Antwort auf genau diese Fragen geben.

Das gleiche Konzept kannst Du übrigens auch für die Vermarktung von Selbstzahlerleistungen einsetzen.

Die Tücken der Google-Werberichtlinien

Leider hat aber auch diese Akquisestrategie ihre Tücken, denn seitdem Google im Frühjahr diesen Jahres seine Werberichtlinien gravierend geändert hat, ist es fast chancenlos, derartige medizinische Suchbegriffe bei Google zu bewerben.

Und genau dieses Problem bringt uns zum zweiten und am Ende wohl wichtigsten Punkt bei der Kaltakquise von Privatpatienten: Der Sichtbarkeit Deiner Praxis.

Was bedeutet Sichtbarkeit überhaupt?

Sichtbarkeit bezieht sich auf die Präsenz und Reichweite einer Marke oder eines Inhalts. In unserem Fall geht es um die Platzierung Deiner Webseite in den Suchergebnissen von Suchmaschinen wie Google.

Eine hohe Sichtbarkeit bedeutet, dass eine Seite bei relevanten Suchanfragen gut platziert ist und somit von vielen Nutzern gesehen wird. Und zwar ohne, dass Du dafür Werbegeld investieren musst!

Organische Reichweite als Schlüssel

Somit lautet die alles entscheidende Frage: Wie erreicht man eine möglichst große organische Reichweite?

Eigentlich ganz einfach: Indem man eine Praxis-Website hat, die mit genau den Inhalten aufwartet, nach denen die Suchenden fragen.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Denn der allerbedeutsamste Punkt ist, dass Google Deine Praxis bei allen nur denkbaren Anfrageformen sofort auf dem Schirm hat und in den Suchergebnissen vorne ausspielt.

Google My Business als Eintrittskarte

Die Eintrittskarte dafür ist Dein Google My Business Profil.

Ich wette, dass Du schon längst über ein derartiges Unternehmensprofil bei Google verfügst.

Ich wette allerdings auch, dass es Dir keine nennenswerte Reichweite generiert.

Der Blick in Dein Profil

Alles was Du tun musst, um das herauszufinden, ist in der Eingabezeile bei Google „Google my business“ einzugeben.
In den Suchergebnissen findest Du dann die Google-Seite „Sign in“, wodurch Du nach Eingabe Deines Unternehmens-Namens, so wie er bei Google gelistet ist, auf die Übersichtsseite Deines Google my Business-Accounts kommst.

In der obersten Zeile findest Du einen Kreis, der mit „Profilstärke“ beschriftet ist. Nur wenn der komplett ist und grün leuchtet, entwickelt Dein „Google my business“-Account die magische Strahlkraft, die für die Kaltakquise von Privatpatienten notwendig ist.

Warum Du dafür Profis brauchst

Da dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Dir aktuell nicht der Fall ist, stellt sich nun die Frage, was zu tun ist, um das zu erreichen.

Ich könnte es mir jetzt einfach machen und antworten: Alles was Du tun musst, ist alle Felder, die sich unter den Icons und in der rechten Spalte verbergen, komplett und gemäß den Google-Richtlinien ausfüllen.

Die Antwort ist zwar inhaltlich richtig, aber sie nützt Dir nichts, da es für einen Nicht-Fachmann so gut wie aussichtslos ist, das hinzukriegen.

Die Wahrheit ist, dass Du dafür einen absoluten Profi brauchst, der sich damit wirklich auskennt. Und auch der ist damit locker mehrere Tage beschäftigt. Wir kennen überhaupt nur drei Leute, die das wirklich professionell können. Einer davon arbeitet glücklicherweise für uns.

Fazit und Empfehlung

Da wir wissen, welche Bedeutung die richtige Einrichtung von „Google my Business“ hat und welche Wirkung Du damit generieren kannst, möchte ich Dir wirklich dringend dazu raten, dieses Thema möglichst umgehend anzugehen.

Natürlich kannst Du jederzeit auch gern bei uns melden, um Dein Google my Business-Profil optimieren zu lassen.

Und solltest Du Fragen zu einzelnen Punkten des Blogbeitrags haben oder Dir Unterstützung bei der Umsetzung anderer Themen wünschen, schick mir einfach eine E-Mail an w.apel@medikom.org. Wir können dann einen Termin für ein unverbindliches und selbstverständlich kostenloses Erstgespräch ausmachen und dabei besprechen, wie wir Dich am besten unterstützen können.